Spiegelungen fotografieren

Erstellt am 3. Mai 2021

Spiegelungen, vor allem in der Natur, überraschen immer wieder auf positive Weise und ziehen das Auge des Betrachters magisch an. Gerade bei Landschaftsaufnahmen entstehen wirklich außergewöhnliche Fotos wie beispielsweise dieser See mit den unbelaubten Bäumen. Auch eine größere Pfütze, die das Spiegelbild eines alten Gebäudes zeigt, sind herrlich schöne Aufnahmen.

Wie kommen Spiegelungen eigentlich zustande?

Foto mit einer Spiegelung von Bäumen im See.

Spiegelungen werden von einer Lichtquelle erzeugt und von einer reflektierenden Oberfläche widergespiegelt. Spiegelungen fotografieren heißt also, sich an eine Lichtquelle anzupassen. Diese Lichtquelle darf aber nicht auf deinem Bild erscheinen. Bei diesem Beispiel siehst Du besonders gut was gemeint ist. Würde die Sonne (Lichtquelle) zu sehen sein, würde sie sich ebenfalls im See spiegeln das Hauptelement (Bäume) würde optisch in den Hintergrund geraten.

Bevor Du Dich aber zu sehr darauf konzentrierst, die beste zu spiegelnde Oberfläche zu finden, sei Dir immer bewusst, dass das Motiv der Hauptdarsteller Deines Fotos sein sollte und nicht die Reflexion. Bestimme daher zunächst das Hauptthema, welches Du im Bild verwenden möchtest. Es kann beispielsweise eine Landschaftskulisse sein, wie etwa eine Brücke über einem Gewässer, Berge oder Stadtlichter über einem Fluss.

Worauf ist zu achten?

Reflektierende Oberflächen reflektieren alles – das heißt auch Dich selbst, wenn Du Dich im Radius befindest. Einer der häufigsten Fehler in der Reflexionsfotografie ist es daher, sich selbst in der Reflexion einzufangen. Egal wie schön das Motiv ist, dieser kleine Fehler könnte etwas störend wirken, es sei denn, Du möchtest Dich anschließend selbst in Deinem Fotoalbum verewigen. Wähle daher einen Winkel, bei dem Du nicht in der Reflexion erscheinst.

Sonnenschein ist ideal für Spiegelungen!

Wenn das Licht direkt auf die Oberfläche des Gewässers scheint, ergibt sich eine optimale Spiegelung. Und wenn der Himmel wolkenfrei oder von kleinen Schäfchenwolken bedeckt ist, die sich im Wasser spiegeln, ist es umso besser. Die beste Zeiten um Spiegelungen zu fotografieren sind die frühen Morgenstunden oder am Abend. Der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang bieten ebenfalls tolle Motivobjekte. Ein bedeckter Himmel erscheint auf einem Foto oft langweilig. Baust du aber eine Spiegelung ein, wirkt dieser gleich viel interessanter. Halte auch Ausschau nach Schatten. Denn befindet sich die Spiegelung in einem schattigen Bereich, wird die Reflexion dadurch zusätzlich betont.

…und noch ein kleiner Tipp:

Da Spiegelungen einem Foto oftmals das gewisse Etwas verleihen, eröffnet sich eine ganz neue Bildebene und regt den Betrachter manchmal sogar zum Nachdenken an. Beachte beim Fotografieren, die Kamera richtig auszurichten und die Blende möglichst geschlossen zu halten. Und ein Polarisationsfilter hilft Dir, ungewollte Lichtreflexionen zu unterdrücken.

Hier zeigen wir Dir eine kleine Gestaltungsidee fürs Fotoalbum

Beim Gestalten dieser Albumseite haben wir das Foto 2 x ausgedruckt, wobei das mittlere Foto etwas größer ist. Das kleinere Bild haben wir in der Mitte durchgeschnitten, auf ein weißes Hintergrundpapier geklebt und ausgeschnitten.
Damit die Texte nicht so in der Luft hängen wurden sie in Rahmen aus Fotokarton geschrieben.

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Bildquellen:

Bild 1: lake-albrecht-fietz-pixabay