Allgemein / Tipps & Tricks / Tolle Momente für die Ewigkeit

Mondfotografie – Geduld und Ruhe sind gefragt

Die Astrofotografie erfreut sich immer schon großer Beliebtheit. Mit steigender Tendenz technischer Entwicklungen im Fotografiebereich und bezahlbarer Qualität ist es möglich, großartige Bilder von unserem planetarischen Nachbarn machen zu können. Er ist nicht nur von faszinierender Schönheit, sondern bietet überdies eine große Spielwiese für Brennweiten und Optik. Gerade als Fotograf ist es zwingend notwendig, viel zu experimentieren, um so letztendlich das volle Potenzial der Kamera ausschöpfen zu können –  sowohl von der Kamera selbst, als auch von Zubehör-Artikeln wie dem Stativ. Egal ob Panorama, Mondfinsternis, Mondauf- oder Untergang: alles ist möglich in der Mondfotografie. Möglich ist es überdies, mit einem riesigen Spektrum an Brennweiten von 50mm bis zu Teleskop-Brennweiten von über 500mm zu arbeiten und zu experimentieren.

 

© Zacarias da Mata – Fotolia.com

 

In der Ruhe des Stativs liegt die Kraft

Ideal sind dabei die Aufnahmen beim aufgehenden Vollmond, da hier kurze und mittlere Brennweiten zum Tragen kommen und darüber hinaus die Möglichkeit besteht, Landschaften, Sterne oder sogar Wolken bestmöglich ins Bild zu integrieren. Auch reine Tageslichtaufnahmen können ihren Reiz haben, da auch hier eindrucksvolle Konstellationen wie zum Beispiel ein vorbei fliegendes Flugzeug und so weiter entstehen können. Überdies entstehen spektakuläre Bilder mit Hilfe des Erdscheins. Darunter versteht man die Reflektion des Sonnenlichts durch die Erde auf die Seite des Mondes, auf der bereits Nacht herrscht. Dadurch entsteht die Mondsichel und wenn man den Erdschein zur Tageslichtseite des Mondes hinzu addiert, erhält man eine Großaufnahme des Mondes. Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen ist ein ruhiges Stativ von größter Wichtigkeit da ein niedriger ISO-Wert im Fall der Mondfotografie ein Muss ist. Über dem Horizont entstehen oft Dunstschatten, die einen Rauscheffekt verursachen, deshalb ist ein niedriger ISO-Wert notwendig. Wesentlich ist, dass ein stabiles und ruhiges Stativ verwendet wird, denn schon das Aufklappen des Blitzes oder des Spiegels lassen das Bild unbrauchbar werden.

Detaillaufnahmen möglich

Geringe ISO-Werte sind wie bereits erwähnt zwingend notwendig, ansonsten droht eine Überlichtung. Man sollte überdies Belichtungszeiten wählen, die eine detailgenaue Abbildung ermöglichen und schauen, dass der Mond möglichst weit über dem Horizont steht, um dem Horizont-Dunst zu entgehen. Überdies ist es ratsam, windstille Momente abzuwarten und Brennstärken über 300mm zu wählen. Macht man seine Sache gut, kann man tatsächlich die Mondmeere, Gebirge und Krater identifizieren, dabei gilt zu jeder Zeit: je höher die Brennweite, desto höher die Konturen der Details! Der Mond eignet sich als perfekter Einstieg in die Astrofotografie, bietet er doch großen Spielraum in Sachen Zubehör, und Experimentierfreude. Bereits mit einfachen Mitteln ist es möglich, diesen nächtlichen Gefährten detailreich abbilden zu können. Dabei ist es natürlich sinnvoll, bei optimalen, klaren Wetterbedingungen zu arbeiten und etwaige Investitionen zu tätigen. Hierbei bieten sich beispielsweise an: Kamera, Fernauslöser, Teleobjektiv, Stativ. Der größte Feind der Mondfotografie ist die Verwacklung. Sie wird verursacht durch enorm lange Brennweiten und eine langsame Optik. Deshalb ist neben der eigentlichen Ausrüstung auch die Wahl des Standorts essenziell bei der Mondfotografie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.