Allgemein

Historie eines Fotoalbum

Am Ende des 19. Jahrhunderts, als es die private Fotografie wie wir Sie heute kennen, noch nicht gab, entstanden Photographie-Alben aus gepressten und ausgestanzten Kartons mit dazwischen geklebten Pappen, die die Aufnahme von Fotos ermöglichten. Eine Anzahl dieser so hergestellten starken Blätter wurden zu einem Buch vereinigt und beschnitten, dann mit Goldschnitt versehen und in starke, meist reich verzierte Ledereinbände gebracht. Als Verschluss wurden damals mächtige Klappenschlösser verwendet. Die Bilder in solchen Familienalben stammten fast ausschließlich von Berufsfotografen. Die Papierabzüge wurden auf Pappkärtchen mit vorgegebenen Abmessungen geklebt, die dann in entsprechende Fächer des Albums eingeschoben werden konnten. Die Rückseiten dieser Kärtchen zeigten eine mehr oder weniger künstlerisch gestaltete Visitenkarte des Fotografen.

Seit jüngster Zeit besteht das Fotoalbum aus einem Einband, meist Leder oder Kunststoff und Einlageblättern oder Kunststofftaschen, die dazu dienen die Bilder aufzunehmen. Das klassische Fotoalbum hat Blätter aus leichtem Karton, auf die die Fotos häufig mittels Fotoecken oder Fotoleim geklebt werden. Heutzutage hat sich säurefreier Fotokarton als Standard durchgesetzt. Gerne werden Fotoalben zur Dokumentation besonderer Ereignisse, wie der Geburt eines Kindes, der Hochzeit oder zu anderen wichtigen Anlässen angelegt.

Auch beliebt sind umfangreiche Fotoalben über einen schönen Urlaub oder über eine langjährige Partnerschaft. Mögliche Arten von Fotoalben sind

  • Fotobücher (Fotoalben mit Buchbindung)
  • Einsteckalben (Fotoalben mit Fototaschen)
  • Spiralalben (Fotoalben mit Spiralbindung)
  • Schraubenalben (erweiterbare Fotoalben mit Schraubbindung)
  • Memoalben (wie Einsteckalben, jedoch mit Beschriftungsmöglichkeit neben der Fotos)
  • Fotoboxen (Sammelbox für eine optimale Vorsortierung der Fotos)
  • Leporello (Fotomappe mit gefalteten Papierstreifen)
  • Scrapbook (Fotoalbum mit Hüllen im Format 30,5 x 30,5 cm zum Aufkleben von passenden Accessoires)

Aus den USA stammt ein neuer Trend, Fotoalben als Scrapbook zu gestalten. Dabei werden Fotos und andere Papiere, wie Eintrittskarten, Fahrkarten und ähnliche Erinnerungsstücke zusammen in das Fotoalbum eingearbeitet und vielfältig verziert.

Seit Anfang dieses Jahrtausend kennen wir auch digitale Fotoalben mit Fotos von Bilddatenbank , die auf einem PC oder Notebook betrachtet werden. Auf CD oder DVD gebrannt, können sie archiviert oder weitergegeben werden. Darüber hinaus gibt es spezielle Dia-Show- bzw. Bildershow-Programme, mit denen sich Alben mit Überblendungen, Musik und Texten versehen lassen. Diese können über DVD-Spieler in Verbindung mit einem Fernsehgerät betrachtet werden. Ein digitales Fotoalbum kann auch im Internet angelegt werden. Zwei unterschiedliche Formen lassen sich unterscheiden:

Ein kleines Programm (meist ein Skriptsprache PHP) befindet sich zusammen mit den Bildern im Speicher eines Webservers und erzeugt das Album von dort.
Eine Software für Fotoalbum- oder Bildergalerie erstellt aus den digitalen Fotos nach Vorgaben eine Bildergalerie oder sogar ein Fotoalbum im Internet-Format (HTML-Format). Die so erzeugten Dateien und Vorschaubilder werden zusammen mit den Originalfotos auf den Webserver hochgeladen. Auch einige Bildbearbeitungsprogramme enthalten diese Funktion bereits.

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