Der optische Reiz von Niederschlägen

Erstellt am 14. April 2021

Spricht man vom Aprilwetter, meint man Wetterperioden mit extrem wechselhaftem Niederschlägen. Oft ist es noch recht kühl und Sonne und blauer Himmel wechseln sich rasch mit Schauern und kurzen Gewittern ab. Und als wäre das noch nicht genug, mischen sich noch Schnee, Graupel und Hagel mit ein. Also ein Wetter also um Zuhause zu bleiben? Nein, ganz gewiss nicht!

…gerade bei Niederschlägen gilt: Ran ans Motiv und zwar ziemlich dicht!

Wenn Dein Foto nicht das hält, was Du Dir erhofft hast, dann warst Du womöglich nicht nah genug dran. Schau immer nach Details wie beispielsweise Tropfen, Spiegelungen, Eiskristalle uvm.

Blätter mit Regentropfen
Foto: Thilo Becker (Pixabay)

Worauf du beim Fotografieren inmitten oder nach Niederschlägen unbedingt achten solltest ist ein Schutz vor Feuchtigkeit für deine Kamera. Je nach Kameramodell und Objektiv kann deine Ausrüstung besser oder weniger gut mit Feuchtigkeit und Wasser umgehen. Auch Linsenreinigungstücher sind vorteilhaft, um Regenspritzer vom Objektiv zu wischen. Wer es gerne komfortabel haben möchte, sollte sich zudem noch einen Regenschirm, ein Stativ und ein Dreibeinhocker mit ins Gelände nehmen.

Der beste Hintergrund für Regentropfen ist in der Regel ein dunkler. Das kann ein sattes, dunkles Grün bis hin zum monotonen schwarz sein. Bestenfalls hast du auch noch Spiegelungen aus Sonnenlicht mit in einigen Tropfen vor der Linse.



Zusammengefasst kann man also sagen, dass Aufnahmen bei Niederschlag eine gewisse Vorbereitung brauchen was sich aber im Endergebnis mehr als auszahlt.

Wie im Märchen — nur viel schöner…

Solch einen natürlichen Kontrast zwischen reinem weiß und leuchtendem Grün findet man tatsächlich fast nur im April.

Denn wenn der März sich bereits mit warmen Temperaturen gezeigt hat, beginnen die ersten Blätter an den Bäumen zu sprießen. Bei diesem Foto kann man schon von einer Postkarten-Qualität sprechen, denn es passt wirklich alles. Der Kontrast zwischen den Farben im Vordergrund wird positiv durch den dunklen Hintergrund unterstützt. Der Vordergrund, also das Hauptmotiv, wirkt zum Anfassen klar, was durch den verschwommenen Hintergrund verstärkt wird.

Für diese gewollte Unschärfe im Hintergrund welche auch Bokeh-Effekt genannt wird, benötigst Du nicht zwangsläufig eine teure Kamera. Denn für einen interessanten und verschwommenen Hintergrund reicht oftmals schon ein Smartphone aus. Bei den meisten Smartphone-Kameras ist der Portrait-Modus bereits vorhanden, welcher bei einer Nahaufnahme den Hintergrund um das aufgenommene Motiv herum unscharf werden lässt. Wenn also von einer gewollten Unschärfe im Hintergrund gesprochen wird ist es der Bokeh-Effekt. Mehr zu diesem Thema findest Du im Beitrag vom 8. März 2021


Fotoalbumseite mit Blättern im Regen und Schnee
Blätter im Schnee
Foto: Kerstin Herrmann (Pixabay)

Auch wenn Dich das Wetter mit Regen, Schnee und Graupel auf dem ersten Blick nicht vom Sofa nach draußen lockt, wird es beim Fotografieren unter Einflüssen von Niederschlägen besonders spannend. Denn die besten und vor allem besonderen Fotos machst Du nicht, wenn Du nur fotografierst, wenn alle anderen auch fotografieren. Trau dich auch bei „schlechtem Wetter“ vor die Tür zu gehen und komme mit jeder Menge interessanten Aufnahmen zurück.

Und nun viel Freude bei der Umsetzung…

…denn schlechtes Wetter ist kein Grund um das Fotografieren ausfallen zu lassen. Mach Fotos, die sonst keiner macht und hab vor allem immer viel Spaß dabei!